Die Innere Medizin befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, konservativen und
interventionellen Behandlung sowie Rehabilitation und Nachsorge von Gesundheitsstörungen
und Krankheiten der Atmungsorgane (Pneumologie), des Herzens und Kreislaufs (Kardiologie),
der Verdauungsorgane (Gastroenterologie und Hepatologie), der Nieren (Nephrologie), des
Blutes und der blutbildenden Organe (Hämatologie), des Gefäßsystems (Angiologie), des
Stoffwechsels und der inneren Sekretion (Endokrinologie und Diabetologie), des Immun-
Systems (Immunologie), des Stütz- und Bindegewebes (Rheumatologie) sowie von Infektions-
krankheiten (Infektiologie und Tropenmedizin), Vergiftungen (Klinische Toxikologie), soliden
Tumoren und hämatologischen Neoplasien (Onkologie), der Überwachung und Therapie von
Schwerstkranken (Internistische Intensivmedizin) und dem Einfluss von Training und Sport auf
den gesunden und kranken Menschen (Internistische Sportheilkunde).

Die Weiterbildungsordnungen und die Zusatzweiterbildungen in der Inneren Medizin sind
in verschiedenen Ländern unterschiedlich.

Als Folge der rapiden Wissensvermehrung in ihren Teilgebieten unterliegt die Innere Medizin
einer zunehmenden Subspezialisierung. Dass dabei der klassische, gut ausgebildete
allgemeine Internist in vielen Industrienationen mehr und mehr von den Vertretern einzelner
Teilgebiete verdrängt wird, stößt auch auf Kritik.[1] So wurde 2007 auf dem 110. Deutschen
Ärztetag die Wiedereinführung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin ohne
Schwerpunktbezeichnung beschlossen. Seit einigen Jahren wird auch die Allgemein-
medizin als Teilgebiet der Inneren Medizin unterrichtet (5 Jahre Weiterbildung).

Neben der fortschreitenden Verselbständigung der organbezogenen Fachgebiete zeichnen
sich folgende Trends ab:

n Deutschland etabliert sich eine kassentechnisch bedingte Aufspaltung in eine fachärztliche
und eine hausärztliche Domäne, die mit empfindlichen Einschränkungen des Kompetenzbereichs
hausärztlich tätiger Internisten einhergeht.

Die Methoden der Inneren Medizin werden zumindest in den Spezialbereichen immer invasiver,
sodass man sie in den Komplikationsraten mit kleineren operativen Eingriffen vergleichen kann.
Dies gilt insbesondere im Bereich der Kardiologie und der Gastroenterologie.

In einigen Bereichen überlappt sich die Innere Medizin u.a. mit der Radiologie, der Neurologie
und der Labormedizin. Da kleinere Krankenhäuser nicht immer über eigene Spezialisten dieser
Bereiche verfügen, werden diese Aufgaben von Internisten übernommen.

Nach der aktuellen Weiterbildungsordnung gibt es für die Innere Medizin
olgende Facharztbezeichnungen:

Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Angiologie: Angiologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologie und
Diabetologie: Endokrinologe/Diabetologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie: Gastroenterologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie: Hämatologe/Onkologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie: Kardiologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie: Nephrologe
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie: Lungenfacharzt
Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie: Rheumatologe

Quelle: Wikipedia