Mit der Bezeichnung Hypertensiologe DHL® schuf die Deutsche Hochdruckliga eine
Qualifikation, die Ärztinnen und Ärzten nach entsprechender Fortbildung einen Schwerpunkt
bei der Behandlung von Hypertonikern bescheinigt.

International gibt es diese Fachbezeichnung längst. Sie ist in den USA seit Jahrzehnten an
eine zweijährige Ausbildung mit abschließender Prüfung gebunden. Ähnliche Qualitäts-
Standards möchte die Deutsche Hochdruckliga in Deutschland erreichen. Deshalb führte sie
2005 die Bezeichnung der Hypertensiologin DHL®/des Hypertensiologen DHL® ein und wenig
später die Bezeichnung der Hypertonieassistentin DHL®/des Hypertonieassistenten DHL®.
Um ausreichend Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen, bündelt die Deutsche Hochdruckliga
alle Veranstaltungen unter dem Dach der Deutschen Hypertonie Akademie.

Bei der Bezeichnung Hypertensiologe DHL® handelt es sich nicht um eine nach den
Berufsordnungen grundsätzlich führungsfähige Bezeichnung für Ärzte, sondern um eine nach
dem entsprechenden ärztlichen Berufsrecht einzuordnende Bezeichnung, zum Beispiel nach
der Musterberufsordnung der deutschen Ärzte als Tätigkeitsschwerpunkt bzw. nach den
Berufsordnungen der Landesärztekammern.

Für die praktische Ausbildung zum Hypertensiologen DHL® sollen Ärzte mindestens 80 Stunden an einer von der Hochdruckliga anerkannten Einrichtung zur Betreuung und Schulung von Hypertonikern tätig sein. Sie müssen außerdem mindestens 100 eigene Bluthochdruck-Patienten behandelt haben. Die theoretische Ausbildung sieht nicht nur Diagnostik und Therapie von Bluthochdruck vor, sondern auch sozialmedizinische Aspekte und ein Training für Kommunikation und Didaktik. Am Ende der Ausbildung trägt eine Prüfung zur weiteren Festigung des Wissens bei.
Die Hypertensiologen DHL® sind verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen und
ihren Wissensstand überprüfen zu lassen.

Quelle: Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®